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Grauer, zotteliger Mischlingswelpe kaut im Zahnwechsel auf einem hellblauen Gummi-Beißring auf dem Holzboden

Zahnwechsel beim Hund: Wann Welpen ihre Milchzähne verlieren und was jetzt hilft

· 15 Min. Lesezeit · Von Ben von Pawlie's

Der Zahnwechsel beim Hund beginnt meist ab der 12. Lebenswoche und ist mit etwa sechs bis sieben Monaten abgeschlossen. Aus 28 Milchzähnen werden 42 bleibende Zähne. Mehr Kauen, kleine Blutspuren am Spielzeug und verschluckte Milchzähne sind normal. Steht ein Milchzahn noch fest neben dem neuen Zahn, gehört dein Welpe in die Tierarztpraxis.

Kurzfassung
  • Der Zahnwechsel startet meist ab der 12. Lebenswoche und ist mit sechs bis sieben Monaten durch. Kleine Rassen sind oft etwas später dran.
  • Kauen, leichtes Zahnfleischbluten und kurz weniger Appetit gehören dazu. Gekühltes, nachgiebiges Kauspielzeug verschafft Erleichterung, Zerrspiele und harte Kauartikel lässt du jetzt weg.
  • Richtiges Zähneputzen hat Pause. Gewöhne deinen Welpen stattdessen in kurzen Einheiten mit einer weichen Finger-Zahnbürste ohne Zahnpasta an Berührungen im Maul.
  • Zahnungsgel für Babys ist tabu, denn viele dieser Mittel enthalten Xylit, das für Hunde giftig ist.
  • Sitzt ein Milchzahn noch fest, während daneben schon der bleibende Zahn kommt, lass das zeitnah in der Tierarztpraxis anschauen.

Wann beginnt der Zahnwechsel beim Hund und wie lange dauert er?

Welpen kommen zahnlos zur Welt. Zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche brechen die Milchzähne durch, ein vollständiges Milchgebiss hat 28 Zähne. Lange bleibt es nicht: Laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere in Lüdinghausen beginnt der Zahnwechsel ab der 12. Lebenswoche. Mit etwa sechs bis sieben Monaten ist das bleibende Gebiss mit 42 Zähnen fertig, so beschreibt es der Tierarzt Dr. Stefan Grundmann von der Universität Zürich in einem Referat für den Österreichischen Kynologenverband. Rechne also mit drei bis vier Monaten, in denen sich im Maul deines Welpen ständig etwas tut. Der Wechsel passiert nicht auf einen Schlag. Vorne fallen die ersten Zähnchen aus, während weiter hinten noch Milchzähne fest sitzen und ganz hinten neue Backenzähne durchbrechen.

Milchgebiss und bleibendes Gebiss: 28 gegen 42 Zähne

Warum kommen mehr Zähne nach, als ausfallen? Der erste vordere Backenzahn und die hinteren Backenzähne, die Molaren, haben keinen Vorgänger im Milchgebiss. Sie brechen ganz neu durch. Das fertige Gebiss besteht aus 12 Schneidezähnen, 4 Eckzähnen, 16 vorderen und 10 hinteren Backenzähnen. Milchzähne erkennst du daran, dass sie kleiner und spitzer sind als die bleibenden Zähne. Kurz vor dem Wechsel werden die Lücken zwischen ihnen größer, das Milchgebiss wirkt dann fast zu klein für den Kiefer.

In welcher Reihenfolge wechseln die Zähne?

Zuerst sind die Schneidezähne dran, danach die vorderen Backenzähne. Die Eckzähne wechseln spät, ganz zum Schluss bricht meist der letzte hintere Backenzahn durch. Die Tabelle zeigt die Zeitfenster aus dem Referat von Dr. Grundmann. Es sind Spannen, keine Stichtage.

Zahnart Milchzahn da ab Bleibender Zahn kommt Gut zu wissen
Schneidezähne (12) 4. bis 6. Woche 3. bis 5. Monat Wechseln als Erste, hier fällt dir meist die erste Lücke auf
Vordere Backenzähne (16) 5. bis 6. Woche 4. bis 6. Monat Der erste kommt ohne Vorgänger im Milchgebiss
Hintere Backenzähne (10) gibt es im Milchgebiss nicht 4. bis 7. Monat Brechen ganz neu durch, der letzte meist zum Schluss
Eckzähne (4) 3. bis 5. Woche 5. bis 7. Monat Wechseln spät, hier lohnt der genaue Blick

Infografik Zeitplan: Milchzähne ab 3. Woche, dann Schneidezähne, Eckzähne spät, der letzte Backenzahn zum Schluss, 42 Zähne

Kleine und große Rassen: Warum der Zeitplan schwankt

Jeder Hund hat sein eigenes Tempo. „Größere Rassen sind in der Regel schneller durch, kleinere brauchen oft länger“, sagt Franziska Obert von der AGILA Haustierversicherung. Auch innerhalb einer Rasse schwankt der Zeitpunkt von Hund zu Hund. Ein paar Wochen Abweichung von der Tabelle sind deshalb kein Grund zur Sorge. Wichtiger ist eine andere Frage: Machen die Milchzähne Platz, wenn die neuen kommen? Dazu mehr weiter unten im Abschnitt über persistierende Milchzähne.

Woran merkst du, dass dein Welpe im Zahnwechsel ist?

Manche Welpen lassen sich kaum etwas anmerken, und du findest irgendwann ein reiskorngroßes Zähnchen auf dem Teppich. Andere kauen wochenlang auf allem herum, was sie erwischen. Beides ist normal.

Mehr Kauen, Knabbern und Beißen

Das deutlichste Zeichen ist der Kaudrang. Stuhlbeine, Schuhe, Hosenbeine und deine Hände werden getestet. Das Zahnfleisch juckt und spannt, Kauen verschafft deinem Welpen Erleichterung und hilft lockeren Zähnchen beim Lösen. Manche Welpen sind in dieser Zeit auch unruhiger, schlafen schlechter oder sind schneller gereizt. Das ist kein schlechtes Benehmen, sondern ein Hinweis darauf, dass es im Maul gerade unangenehm ist.

Junge Französische Bulldogge kaut auf einem roten Kauknochen aus Gummi statt auf dem Hausschuh

Hat dein Welpe im Zahnwechsel Schmerzen?

Viele Welpen kommen ohne große Beschwerden durch den Zahnwechsel. „Für einige Hunde ist der Zahnwechsel jedoch schmerzhaft“, schreibt die Tierarztpraxis in Lüdinghausen. Als mögliche Anzeichen für Zahnschmerzen nennt sie Schwellungen im Gesicht, veränderte Essgewohnheiten, unerklärliche nächtliche Unruhe und das Reiben des Gesichts am Boden. Gib deinem Welpen keine Schmerzmittel aus deiner eigenen Hausapotheke, viele Präparate für Menschen sind für Hunde gefährlich. Hast du den Eindruck, dass er leidet, ruf in der Praxis an.

Blutspuren am Spielzeug und verschwundene Milchzähne

Ein paar rote Spuren am Kauspielzeug oder ein rosa Speichelfaden sind während des Wechsels typisch. Die AGILA nennt „kleinere Mengen Blut beim Kauen“ ausdrücklich als Anzeichen für den Zahnwechsel. Die meisten ausgefallenen Milchzähne wirst du dagegen nie zu Gesicht bekommen. „Einige Hunde verschlucken sie einfach“, heißt es dort, und das gehört zum normalen Ablauf. Die Praxis in Lüdinghausen zählt Blutflecken auf dem Spielzeug allerdings auch zu den möglichen Anzeichen einer Zahnerkrankung, ebenso rotes, blutendes Zahnfleisch. Findest du immer wieder Blut, auch nach dem Zahnwechsel, blutet das Zahnfleisch nach dem Spielen weiter oder kommen Mundgeruch oder geschwollenes Zahnfleisch dazu, lass das in der Praxis anschauen.

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Mundgeruch im Zahnwechsel

Riecht dein Welpe gerade anders aus dem Maul als sonst, kann das mit dem Zahnwechsel zusammenhängen. Rund um wackelnde Zähne ist das Zahnfleisch gereizt, dort vermehren sich Bakterien leichter. Meist legt sich das, sobald die bleibenden Zähne da sind. Bleibt der Geruch nach dem Wechsel bestehen, steckt oft etwas anderes dahinter. Welche Ursachen dann infrage kommen, erklären wir im Ratgeber Mundgeruch beim Hund.

Weniger Appetit, mehr Sabbern

Wenn das Kauen weh tut, lässt mancher Welpe die Hälfte im Napf liegen oder frisst auffällig vorsichtig. Für ein paar Tage hilft es, das gewohnte Trockenfutter einzuweichen. Etwas mehr Speichel als sonst ist ebenfalls normal. Frisst dein Welpe länger als einen Tag kaum etwas oder trinkt er wenig, gehört er in die Praxis. Junge Hunde haben wenig Reserven.

Durchfall im Zahnwechsel: Was dahinterstecken kann

Viele Halter bringen Durchfall mit dem Zahnwechsel in Verbindung, die Frage gehört zu den häufigsten rund um das Thema. Eine tierärztliche Quelle, die einen direkten Zusammenhang belegt, haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden. Naheliegender ist, was in dieser Zeit alles im Maul landet. Welpen im Zahnwechsel kauen auf allem herum und schlucken dabei Stücke von Spielzeug, Pflanzen oder Papier. Dazu kommen in diesem Alter oft ein Futterwechsel und viel Neues. Ist dein Welpe matt, erbricht er zusätzlich, ist Blut im Kot oder hält der Durchfall an, ruf in der Praxis an. Was du bis dahin tun kannst, liest du im Beitrag Durchfall beim Hund.

Die folgende Übersicht hilft dir, Normales von Warnzeichen zu unterscheiden. Sie ersetzt keine Untersuchung, gibt dir aber einen Anhaltspunkt, wann du lieber nicht abwartest.

Anzeichen Im Zahnwechsel normal Lieber in die Praxis, wenn
Kauen Auf Spielzeug, Möbeln und Händen dein Welpe Kabel, Steine oder Plastik zerkaut und schluckt
Blut Kleine Spuren am Spielzeug während des Wechsels du immer wieder Blut findest, auch nach dem Wechsel, die Blutung nicht aufhört oder das Zahnfleisch geschwollen ist
Fressen Mal eine Portion weniger, frisst aber weiter er länger als einen Tag kaum frisst oder trinkt
Mundgeruch Leicht verändert, solange Zähne wackeln der Geruch nach dem Zahnwechsel bleibt
Zähne Lücken, verschluckte Milchzähne zwei Zähne an einer Stelle stehen oder ein Zahn abgebrochen ist
Verhalten Etwas unruhiger, schläft schlechter das Gesicht anschwillt oder er sich nicht mehr ans Maul fassen lässt
Verdauung Kein typisches Zahnwechsel-Zeichen Durchfall anhält, er erbricht oder matt wirkt

Infografik Zahnwechsel: Kauen und Blutspuren normal, doppelte oder abgebrochene Zähne und Blutung gehören in die Praxis

Wie kannst du deinem Welpen den Zahnwechsel erleichtern?

Beschleunigen lässt sich der Zahnwechsel nicht. Du kannst aber dafür sorgen, dass dein Welpe ihn gut übersteht und dabei nichts kaputtgeht, weder seine Zähne noch deine Möbel.

Welche Kauartikel helfen im Zahnwechsel?

Gut sind Kauspielzeuge, die etwas nachgeben, etwa aus weichem Naturkautschuk oder flexible Beißringe. Kühle tut dem gereizten Zahnfleisch zusätzlich gut. Die AGILA empfiehlt, das Spielzeug vorher im Kühlschrank oder Eisfach zu kühlen. Die Praxis in Lüdinghausen schlägt vor, ein Kautschukspielzeug mit weichem Futter zu füllen und aus dem Eisfach anzubieten, dann ist dein Welpe eine Weile beschäftigt. Durch intensives Kauen kann ein Milchzahn laut AGILA splittern oder abbrechen, im schlimmsten Fall wird dabei der bleibende Zahn geschädigt. Harte Kauartikel wie Geweih, Knochen oder getrocknete Hufe lässt du deshalb in dieser Zeit weg. Dasselbe gilt für Zerrspiele, davon raten sowohl die Praxis in Lüdinghausen als auch die AGILA ab. Das Ziehen belastet lockere Zähne und einen ohnehin empfindlichen Kiefer.

Zahnungsgel für Babys? Lieber nicht

Naheliegend, aber gefährlich sind Gels und Mittel, die Babys das Zahnen erleichtern sollen. Die Tierarztpraxis in Lüdinghausen weist ausdrücklich darauf hin, dass die meisten dieser Produkte Xylit enthalten. Dieser Zuckeraustauschstoff ist schon in geringen Mengen hoch giftig für Hunde. Xylit steckt auch in vielen zuckerfreien Kaugummis, also lass keine Packung in Reichweite liegen. Schmerzgele für Menschen haben im Maul deines Welpen ebenfalls nichts verloren. Wenn er sichtbar leidet, ist die Tierarztpraxis die richtige Adresse.

Wenn dein Welpe in Hände und Möbel beißt

Spitze Milchzähne tun weh, und im Zahnwechsel landen deine Finger öfter zwischen ihnen. Biete deinem Welpen in solchen Momenten ruhig ein erlaubtes Kauspielzeug an, statt die Hand wegzureißen. Hektische Bewegungen kommen bei vielen Welpen als Spielaufforderung an. Räum Kabel, Schuhe und Kleinteile weg, solange der Kautrieb so stark ist. Die Praxis in Lüdinghausen erinnert daran, dass es meist Welpen und Junghunde sind, die wegen eines verschluckten Fremdkörpers operiert werden müssen.

Zahnpflege im Zahnwechsel: sanft gewöhnen statt putzen

Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt, deinen Welpen an Berührungen im Maul zu gewöhnen. Richtiges Zähneputzen gehört aber noch nicht dazu. Das Zahnfleisch ist empfindlich, Zähne wackeln, und eine schlechte Erfahrung bleibt hängen. Für die nächsten Wochen gibt es nur ein Ziel: Dein Welpe soll lernen, dass Finger im Maul nichts Schlimmes bedeuten. Auch über unser Kontaktformular kommt die Frage nach dem richtigen Alter an, etwa so: „Sind sie auch für Welpen geeignet, und wenn ja, ab wie vielen Wochen oder Monaten empfehlen Sie den Einsatz?“ Unsere Linie ist einfach. Im Zahnwechsel gewöhnen, ab dem bleibenden Gebiss pflegen.

Was jetzt sinnvoll ist: Lefzen anheben, Fingerling, kurze Einheiten

  1. Lefzen anheben. Heb in einem ruhigen Moment kurz die Lefze an, schau auf die Zähne, lob deinen Welpen und lass los. Mehr nicht.
  2. Schnuppern lassen. Lass ihn an der Finger-Zahnbürste riechen und belohne ihn dafür.
  3. Sanft entlangfahren. Fahr mit dem Fingerling ohne Druck außen an Zähnen und Zahnfleisch entlang. Zahnpasta brauchst du dafür noch nicht.
  4. Kurz halten. Beginne mit etwa 30 Sekunden und hör auf, bevor dein Welpe unruhig wird. Wackelnde Zähne und gerötete Stellen sparst du aus.
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Infografik Zahnpflege im Zahnwechsel: Lefzen anheben, schnuppern lassen, sanft ohne Zahnpasta, 30 Sekunden, Belohnung

Für diese Übungen eignet sich eine Finger-Zahnbürste für Hunde besser als eine Bürste mit Stiel. Deinen Finger kennt dein Welpe schon, und du spürst sofort, wie viel Druck du gibst. Unsere ist aus weichem, lebensmittelechtem Silikon und frei von BPA, PVC und Phthalaten. Im Set sind zwei Stück, die zweite hast du als Reserve zur Hand. Ein Kunde schreibt in seiner Bewertung: „Unser Hund ist sonst sehr ängstlich, aber lässt sich mit den Fingerbürsten vergleichsweise entspannt die Zähne putzen.“ In einer anderen Bewertung beschreibt jemand genau den Weg, den wir für den Zahnwechsel empfehlen: „Da wir mit Ihr von Anfang an geübt habe, dass ich mit dem Finger in Ihren Mund gehe, haben wir uns für die Fingerlinge entschieden.“

Pawlie's Finger-Zahnbürste für Hunde und Katzen im 2er-Set aus weichem Silikon

Ehrlich gesagt hat der Fingerling auch Grenzen. Er ist weich, festen Zahnstein entfernt er nicht, das merkt auch ein Kunde in seiner Bewertung an. Für die Gewöhnungsphase ist genau diese Weichheit ein Vorteil. Nicht jeder Hund mag ihn auf Anhieb, manche brauchen ein paar Tage, einzelne lehnen ihn ab. Dann gehst du einen Schritt zurück und übst nur das Lefzenanheben, bis das entspannt klappt.

Ziehst du gerade erst mit deinem Welpen zusammen? Im Welpen Starter-Set steckt die Finger-Zahnbürste im 2er-Pack, dazu unser Welpenshampoo Sensitiv mit 250 ml und der Pfotenbalsam mit 50 ml. Damit hast du die Pflege für Zähne, Fell und Pfoten in den ersten Monaten beisammen.

Lieferumfang Pawlie's Welpen Starter-Set: Welpenshampoo Sensitiv 250 ml, Pfotenbalsam 50 ml, Finger-Zahnbürste 2 Stück

Was du im Zahnwechsel weglässt

  • Kein Dentalspray und keine feste Putzroutine, solange das Gebiss wechselt. Das Zahnfleisch ist empfindlich genug.
  • Keine Zahnpasta für Menschen. Sie enthält häufig Fluorid oder Xylit, beides gehört nicht in ein Hundemaul. Mehr dazu im Ratgeber Hundezahnpasta: worauf du achten solltest.
  • Kein kräftiges Schrubben und keine harte Bürste.
  • Nicht an wackelnden Zähnen ziehen. Beim Zahnwechsel löst sich die Wurzel des Milchzahns auf, dann fällt er von selbst. Bleibt er stehen, obwohl der neue Zahn schon da ist, ist das ein Fall für die Praxis.

Nach dem Zahnwechsel: die Routine für das bleibende Gebiss

Sind alle bleibenden Zähne da, meist mit etwa sieben Monaten, wird aus der Gewöhnung eine Routine, und eine Zahnpasta kommt dazu. Unsere Zahnpasta für Hunde mit Magnolienrinden-Extrakt ist geschmacksneutral und kommt ohne Xylitol und Fluorid aus. Sie hilft, Belag vorzubeugen, und lässt sich mit dem Fingerling sanft einmassieren. Am besten putzt du täglich, mindestens aber dreimal pro Woche. Für kleine Hunde reicht eine erbsengroße Menge, für größere eine haselnussgroße. Wie das Putzen Schritt für Schritt klappt, zeigt unsere Anleitung zum Zähneputzen beim Hund. Einen Überblick über alles, was zur Zahnpflege gehört, findest du im Ratgeber Zahnpflege beim Hund.

Das Dentalspray für Hunde und Katzen ist eine Ergänzung für Tage, an denen das Putzen nicht klappt, kein Ersatz dafür. Du sprühst es direkt ins Maul oder aufs Futter. Bereits vorhandenen Zahnstein entfernt es nicht, dafür braucht dein Hund die Tierarztpraxis. Jemand mit einem jungen Malteser, der schon alle bleibenden Zähne hatte und sich zwei- bis dreimal pro Woche putzen ließ, fragte uns: „Macht es Sinn mit dem Mundhygiene-Spray bereits im Welpenalter zu beginnen.“ In so einem Fall ist das Spray eine sinnvolle Ergänzung für die Tage dazwischen. Mitten im Zahnwechsel würden wir noch warten. Wann und wie du es einsetzt, steht im Beitrag Dentalspray für Hunde. Dentalspray, Zahnpasta und Finger-Zahnbürste bekommst du zusammen im Zahnpflege Set für Hunde und Katzen.

Lieferumfang Pawlie's Zahnpflege Set: Dentalspray 100 ml, Zahnpasta 50 ml und Finger-Zahnbürste 2 Stück

Persistierende Milchzähne: Wann sollte der Tierarzt draufschauen?

Hier endet, was du zu Hause tun kannst. Ob ein Milchzahn gezogen werden muss, entscheidet deine Tierarztpraxis. Vereinbare zeitnah einen Termin, wenn:

  • ein Milchzahn noch fest sitzt, während daneben schon der bleibende Zahn durchbricht,
  • nach dem sechsten Lebensmonat noch Milchzähne im Maul sind, so rät es auch die Praxis in Lüdinghausen,
  • ein Zahn abgebrochen ist, was die Praxis in Lüdinghausen als zahnärztlichen Notfall einstuft,
  • das Gesicht anschwillt oder eine Blutung nicht aufhört.

Doppelte Zähne erkennen

Ein persistierender Milchzahn fällt beim Zahnwechsel nicht aus und steht eine Zeit lang gleichzeitig mit dem bleibenden Zahn im Gebiss. Am deutlichsten siehst du das an den Eckzähnen. Neben dem kräftigen neuen Fangzahn steckt dann noch ein dünner, spitzer Milchzahn. Schau während des Wechsels etwa einmal pro Woche in Ruhe ins Maul, am besten im Rahmen eurer Gewöhnungsübungen. Ein Handyfoto hilft dir, Veränderungen zu vergleichen, und deiner Tierarztpraxis bei der Einschätzung.

Weimaraner-Welpe lässt sich auf dem Sofa entspannt unter dem Kinn berühren, Vorübung für den Blick ins Maul

Warum Abwarten Fehlstellungen begünstigen kann

Der Milchzahn blockiert den Platz, den der bleibende Zahn braucht, und der neue Zahn weicht aus. Das MSD Veterinary Manual beschreibt die Folgen: Der bleibende Zahn kann verdrängt werden, daraus können ein Fehlbiss oder Nischen entstehen, in denen sich Futter festsetzt und später der Zahnhalteapparat erkrankt. Deshalb sollen solche Milchzähne laut MSD so früh wie möglich entfernt werden, ohne die Anlage des bleibenden Zahns zu verletzen. Dr. Grundmann formuliert es ähnlich deutlich: Lockert sich ein Milchzahn beim Durchbruch des bleibenden Zahns nicht, muss er unverzüglich und vollständig gezogen werden, sonst droht eine Fehlstellung. Das Ziehen ist ein Eingriff für die Tierarztpraxis, meist unter Narkose. Warte nicht auf eine bestimmte Altersgrenze. Spätestens wenn der bleibende Zahn sichtbar ist und der Milchzahn daneben noch fest sitzt, ist ein Termin sinnvoll.

Kleine Rassen sind häufiger betroffen

Persistierende Milchzähne findet man laut Dr. Grundmann besonders bei Klein- und Zwergrassen. Das MSD Veterinary Manual bezeichnet kleine Rassen ebenfalls als überrepräsentiert, vor allem Toypudel. Laut AGILA kann es besonders bei kleinen Rassen außerdem vorkommen, dass die bleibenden Zähne nicht genug Platz im Kiefer haben und schief wachsen. Verdreht stehende Zähne beschreibt das MSD Veterinary Manual als häufigen Befund bei kurzköpfigen Rassen wie Mops oder Französischer Bulldogge und bei großen Rassen. Lebst du mit einem Chihuahua, Yorkshire Terrier, Zwergspitz oder Toypudel, lohnt der Blick ins Maul zwischen dem fünften und siebten Monat besonders. Nutz den nächsten Impftermin und sprich das Thema dort an, deine Tierarztpraxis schaut dann gezielt nach.

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Häufige Fragen

01 Ab welchem Alter kann ich bei meinem Welpen Zahnpasta verwenden?
Wir empfehlen, mit Zahnpasta zu starten, sobald das bleibende Gebiss da ist, also meist mit etwa sieben Monaten. Im Zahnwechsel reicht die Finger-Zahnbürste ohne Zahnpasta, damit sich dein Welpe an das Gefühl im Maul gewöhnt. Nimm später immer eine Hundezahnpasta ohne Xylit und Fluorid, nie eine Zahnpasta für Menschen.
02 Ab wann darf ich das Dentalspray bei meinem Hund einsetzen?
Sobald das bleibende Gebiss vollständig ist, also etwa ab dem siebten Lebensmonat. Während des Zahnwechsels verzichten wir auf zusätzliche Pflegeprodukte, weil das Zahnfleisch ohnehin empfindlich ist. Danach ist das Dentalspray eine Ergänzung für Tage, an denen das Zähneputzen nicht klappt. Bereits vorhandenen Zahnstein entfernt es nicht.
03 Ab wann kann ich meinen Welpen an die Finger-Zahnbürste gewöhnen?
Sobald er bei dir eingezogen ist. Starte mit kurzen Einheiten von etwa 30 Sekunden, lass ihn zuerst an der Finger-Zahnbürste schnuppern und belohne ihn danach. Im Zahnwechsel fährst du nur sanft und ohne Zahnpasta über Zähne und Zahnfleisch und lässt wackelnde Zähne und gerötete Stellen aus.
04 Fingerling oder Zahnbürste mit Stiel: Was ist für Welpen besser?
Für den Einstieg meist der Fingerling. Dein Welpe kennt deinen Finger schon, und du spürst genau, wie viel Druck du gibst. Ein weicher Silikon-Fingerling ist im Zahnwechsel schonender als harte Borsten. Ist dein Hund das Putzen später gewohnt, kann eine Bürste mit Stiel an den hinteren Backenzähnen praktischer sein.
05 Wird mein Hund nach dem Zahnwechsel ruhiger?
Der starke Kaudrang lässt meist nach, wenn die bleibenden Zähne da sind, und damit oft auch das Anknabbern von Möbeln und Händen. Ruhiger wird dein Hund dadurch aber nicht automatisch, denn direkt danach beginnt die Junghundezeit. Kauen bleibt außerdem ein echtes Bedürfnis, das auch erwachsene Hunde mit passenden Kauartikeln ausleben sollten.
06 Was mache ich, wenn ein Milchzahn abbricht?
Lass das zeitnah in der Tierarztpraxis anschauen und versuch nicht, Reste selbst zu entfernen. Die Praxis in Lüdinghausen nennt einen abgebrochenen Zahn einen zahnärztlichen Notfall, weil eine Verletzung der Zahnkrone den Nerv freilegen und zu Schmerzen oder Infektionen führen kann. Laut AGILA kann dabei im schlimmsten Fall auch der bleibende Zahn geschädigt werden.
07 Kann ich das Alter meines Hundes am Gebiss erkennen?
Nur grob. Solange noch Milchzähne im Maul sind, ist dein Hund meist jünger als sieben Monate, und welche Zähne gerade wechseln, gibt einen weiteren Hinweis. Weil der Zahnwechsel je nach Rasse und Hund unterschiedlich verläuft, eignet er sich laut der Tierarztpraxis in Lüdinghausen aber nur bedingt zur Altersschätzung.
08 Wie oft sollte ich im Zahnwechsel ins Maul schauen?
Ein kurzer Blick etwa einmal pro Woche reicht, am besten verbunden mit euren Gewöhnungsübungen. Achte auf doppelte Zähne an einer Stelle, abgebrochene Zähne, Schwellungen und Zahnfleisch, das nicht aufhört zu bluten. Je früher dein Welpe solche Kontrollen kennt, desto entspannter lässt er sich später auch in der Tierarztpraxis ins Maul schauen.

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