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Kleiner Papillon knabbert auf einer Wiese an seinem Fell, typisches Zeichen für juckende, trockene Haut

Trockene Haut beim Hund: Ursachen, Pflege und Hilfe bei Juckreiz

· 13 Min. Lesezeit · Von Ben von Pawlie's

Trockene Haut beim Hund erkennst du an stumpfem Fell, feinen hellen Flocken und vermehrtem Kratzen. Meist stecken Heizungsluft, Kälte oder zu häufiges Baden dahinter. Dann helfen feuchtere Raumluft, seltener und mild baden, regelmäßiges Bürsten und eine Hautpflege ohne Alkohol. Bei Krusten, kahlen Stellen oder starkem Juckreiz gehört dein Hund zum Tierarzt.

Kurzfassung
  • Trockene Haut zeigt sich beim Hund durch raue, matte Haut unter dem Fell, feine helle Flocken, stumpfes Fell und häufigeres Kratzen oder Knabbern.
  • Die häufigsten Auslöser sind trockene Heizungsluft, Kälte, zu häufiges Baden und Shampoo, das nicht gründlich ausgespült wurde.
  • Was hilft: Luft befeuchten, den Liegeplatz weg von der Heizung legen, höchstens etwa einmal im Monat mild baden, mehrmals pro Woche bürsten und die Haut zwischen den Bädern mit einer Pflege ohne Alkohol versorgen.
  • Cremes für Menschen und Sprays mit Alkohol gehören nicht auf die Hundehaut. Öle wie Kokosöl nur hauchdünn auftragen, denn dein Hund leckt sie ab.
  • Krusten, kahle oder gerötete Stellen, Geruch, starker Juckreiz oder keine Besserung trotz Pflege sind ein Fall für den Tierarzt, denn trockene Haut kann ein Symptom von Allergien, Parasiten oder hormonellen Erkrankungen sein.

Wie sieht trockene Haut beim Hund aus?

Trockene Haut siehst du selten auf den ersten Blick, weil das Fell sie verdeckt. Scheitel das Fell deshalb an mehreren Stellen mit den Fingern, am besten am Rücken, an den Flanken und am Bauch. Gesunde Haut ist glatt und geschmeidig. Trockene Haut wirkt dagegen matt, fühlt sich rau oder spannend an und ist oft mit feinen, hellen Flocken bedeckt. Das Fell darüber ist häufig stumpf und spröde statt glänzend. Viele Hunde kratzen oder knabbern sich öfter als sonst, reiben sich an Möbeln oder lecken an einzelnen Stellen. Der American Kennel Club zählt als mögliche Anzeichen unter anderem Juckreiz, Schuppen, abblätternde Haut, Haarausfall, Entzündungen, Geruch und Krusten auf und betont, dass trockene Haut nicht bei jedem Hund gleich aussieht.

Eine Kundin hat das bei ihrem Yorkshire Terrier so beschrieben: Ihre Hündin litt „unter trockener Haut und dadurch starkem Juckreiz“. Genau dieser Zusammenhang ist typisch. Trockene Haut juckt, das Kratzen reizt sie weiter, und daraus wird schnell ein Kreislauf. Siehst du vor allem weiße Flocken im Fell und willst wissen, ob es trockene oder fettige Schuppen sind oder Milben dahinterstecken, hilft dir unser Ratgeber zu Schuppen beim Hund. Hier geht es um den Hautzustand selbst und um die Pflegeroutine, mit der du ihn verbesserst.

Warum hat mein Hund trockene Haut?

Meist steckt etwas Alltägliches dahinter, das du selbst ändern kannst. Gerade in der Heizperiode zwischen Oktober und März fällt trockene Haut bei vielen Hunden auf. Sie kann aber auch ein Symptom einer Erkrankung sein. Im Überblick: typische Auslöser, ihre Erkennungszeichen und dein erster Schritt.

Ursache Typisches Anzeichen Was du tun kannst
Trockene Heizungsluft Haut und Fell werden in der Heizperiode trockener, oft mit feinen Flocken Luft befeuchten, Liegeplatz nicht direkt an den Heizkörper legen
Kälte und Wind Raue Haut nach langen Winterspaziergängen Nasses Fell danach gut abtrocknen und bürsten
Zu häufiges Baden Haut schuppt nach dem Bad, Fell wird stumpf Seltener baden, bei trockener Haut höchstens etwa einmal im Monat
Ungeeignetes oder schlecht ausgespültes Shampoo Flocken und Juckreiz kurz nach dem Waschen Mildes Hundeshampoo verwenden und gründlich ausspülen
Allergien oder Parasiten Starker Juckreiz, Rötungen, Lecken an Pfoten, Bauch oder Ohren Ursache beim Tierarzt abklären lassen
Hormonelle oder andere Erkrankungen Trockene Haut zusammen mit Fellverlust oder Veränderungen im Verhalten Tierarzt, der bei Bedarf Blut und Haut untersucht

Heizungsluft und Kälte

Im Winter trifft es die Haut von zwei Seiten. Draußen sind es Kälte und trockene Luft, die der American Kennel Club als Umweltursache für trockene Haut nennt. Drinnen kommt die Heizung dazu. Der Tiergesundheitshersteller Zoetis schreibt, dass die Heizung in Innenräumen während der kälteren Monate die Luftfeuchtigkeit erheblich reduzieren kann. Besonders betroffen sind Hunde, die gern direkt am Heizkörper oder vor dem Kamin liegen. Eine Kundin, deren Australian Shepherd sehr empfindliche Haut hat, schreibt dazu: „Gerade im Winter ist es immer schlimm“. Laut AKC neigen manche Rassen eher zu Hautproblemen, gerade zu trockener Haut. Genannt werden etwa Nackthunde wie der Xoloitzcuintli und der Chinesische Schopfhund.

Zu häufiges Baden und falsches Shampoo

Viele Halter waschen ihren Hund gerade dann öfter, wenn er schuppt, und machen es damit schlimmer. Die Haut bildet eigene Fette, die sie geschmeidig halten. Laut der Tierärztin Sandra C. Mitchell bei PetMD entfernt zu häufiges Baden diese natürlichen Öle von der Haut. Zoetis nennt neben zu häufigem Baden auch aggressive Shampoos als Grund dafür, dass die natürlichen Fette verloren gehen. Und selbst ein gutes Shampoo kann zum Problem werden: Spülst du deinen Hund beim Baden nicht gründlich aus, kann seine Haut laut AKC ebenfalls schuppig werden. Shampoo für Menschen ist nicht auf Hundehaut abgestimmt. Auch Royal Canin rät, für notwendige Fellwäschen geeignete Spezialshampoos zu verwenden.

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Wenn mehr dahintersteckt

Trockene Haut ist oft kein eigenes Problem, sondern ein Symptom. Der AKC beschreibt sie als Begleiterscheinung einer ganzen Reihe von Erkrankungen, darunter Allergien, etwa auf Flohspeichel, Parasiten wie Milben, bakterielle und Pilzinfektionen sowie Stoffwechselerkrankungen. Als die zwei wichtigsten Stoffwechselerkrankungen nennt er das Cushing-Syndrom und die Schilddrüsenunterfunktion. Beide erwähnen wir nur, damit du verstehst, warum die Praxis bei hartnäckig trockener Haut auch Blutwerte prüfen kann. Eine Diagnose zu Hause lässt sich daraus nicht ableiten. Wie häufig Hautprobleme insgesamt sind, zeigt eine Angabe der Klinik für Kleintiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover: In der tierärztlichen Praxis machen Hauterkrankungen bei Kleintieren 30 bis 40 Prozent aus. Kratzt sich dein Hund vor allem ständig und leckt die Pfoten, findest du die Ursachen im Ratgeber Hund kratzt sich ständig. Bei Verdacht auf Parasiten lies weiter bei Milben beim Hund.

Was hilft bei trockener Haut beim Hund?

Trockene Haut ist eine geschwächte Schutzschicht. Ihr fehlen Fett und Feuchtigkeit, sie wird rau, juckt schneller und hält Reize schlechter ab. Was hilft, setzt deshalb an zwei Punkten an: Du nimmst der Haut weniger Fett und Wasser weg, und du gibst ihr gezielt Pflege zurück. Laut AKC lösen ein Luftbefeuchter bei kaltem, trockenem Wetter, ein tierärztlich empfohlenes Shampoo und seltenere Bäder trockene Haut meist, wenn genau das die Ursache ist. Eine Tagesroutine mit Bürsttechnik und Lüftungstipps gegen Flocken im Fell findest du im Ratgeber zu Schuppen beim Hund. Hier geht es darum, was die Hautbarriere selbst braucht.

Infografik: 4 Schritte bei trockener Haut beim Hund: Luft befeuchten, seltener baden, Haut pflegen ohne Alkohol, regelmäßig bürsten

Weniger Wasserverlust: Raumklima und Liegeplatz

Je trockener die Luft, desto mehr Feuchtigkeit verliert die Haut. Laut PetMD kann ein Luftbefeuchter in dem Bereich helfen, in dem sich dein Hund aufhält, und auch der AKC nennt ihn für kaltes, trockenes Wetter. Leg den Hundekorb nicht direkt vor den Heizkörper, denn dort trifft die warme, trockene Luft die Haut am stärksten. Trocknen im Winter auch Nase oder Ballen aus, hilft dir unser Ratgeber zur trockenen Nase beim Hund mit einem eigenen Abschnitt zu trockenen Pfoten im Winter.

Hautfette schonen: Wie oft du baden solltest

Jedes Bad wäscht einen Teil der hauteigenen Fette ab, die die Barriere geschmeidig halten. Eine feste Zahl für alle Hunde gibt es nicht. PetMD nennt für Hunde allgemein alle zwei bis vier Wochen als gutes Ziel. Bei trockener Haut rät Zoetis, die Badefrequenz zu reduzieren, vielleicht auf alle vier bis sechs Wochen, es sei denn, dein Hund wird besonders schmutzig. Für einen Hund mit trockener Haut heißt das: höchstens etwa einmal im Monat, gern seltener. Dazwischen reicht klares, lauwarmes Wasser für schmutzige Pfoten und Beine. Wenn du badest, nimm ein Shampoo für empfindliche Hundehaut und spül es gründlich aus, denn Rückstände können die Haut laut AKC schuppig machen. Unser Hundeshampoo Sensitiv & Juckreiz ist ein Konzentrat mit Panthenol (Pro-Vitamin B5), das die Haut pflegt und ihr hilft, sich nach kleinen Reizungen zu erholen. Es ist frei von Silikonen, Parabenen und Paraffinen.

Die Barriere gezielt stärken: Pflege ohne Alkohol

Zwischen zwei Bädern braucht die Haut eine Pflege, die nicht ausgewaschen wird und die Barriere unterstützt, statt sie weiter auszutrocknen. Alkohol hat in einem Hautspray deshalb nichts zu suchen. Unser Anti-Juckreiz Spray für Hunde und Katzen ist ohne Alkohol, Parfüm und Farbstoffe formuliert. Niacinamide stärkt die Hautbarriere, Panthenol unterstützt ihre Regeneration, Aloe Vera kühlt, Zinc PCA beruhigt gereizte Stellen, und Biotin fördert die Hauterneuerung. Eine Kundin hat es gekauft, weil ihr Hund „wirklich starken Juckreiz und super trockene Haut“ hatte. So wendest du es an: Stelle kurz säubern, das Spray aufsprühen oder auf ein Wattepad geben und auftupfen, dann einziehen lassen. Bei akutem Juckreiz zwei- bis dreimal täglich für etwa eine Woche, zur Vorbeugung ein- bis zweimal pro Woche großflächig ins Fell. Zeigt sich nach einer Woche keine Besserung, sprich bitte mit deinem Tierarzt.

Pawlie's Anti-Juckreiz Spray für die juckende Stelle und Sensitiv Hundeshampoo für das sanfte Bad, das Duo für gereizte Haut

Auf offene oder blutige Stellen gehört das Spray nicht. Dafür ist eine Wundpflege gedacht, mehr dazu im Ratgeber Wunde beim Hund versorgen. Kommen trockene Haut, Juckreiz und kleine gereizte Stellen zusammen, bekommst du Hundeshampoo Sensitiv & Juckreiz, Anti-Juckreiz Spray und Wundsalbe auch zusammen im Anti-Juckreiz-Set.

Hautfett verteilen: Bürste und Kämmhilfe

Die Haut bildet ihr eigenes Fett, es kommt nur nicht überall an. Laut Zoetis kann regelmäßiges Bürsten helfen, natürliche Fette im Fell zu verteilen und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. PetMD rät, loses Fell mehrmals pro Woche auszubürsten. Bei langem oder lockigem Fell, das schnell verknotet, hilft eine Kämmhilfe wie unser Fellpflege Spray. Du sprühst es vor dem Bürsten gegen den Strich ins Fell und wäschst es nicht aus. Laut Produktbeschreibung sollen das enthaltene Provitamin B5 und Aloe Vera die Haut vor Austrocknung und Schuppen schützen. Eine Kundin mit Malteser-Hündin nutzt es, damit sie ihre Kleine „nicht so stressen muss mit dem vielen kämmen und Bürsten im Winter“. Im Fellwechsel sammelt sich besonders viel lose Unterwolle, dann lohnt sich häufigeres Bürsten.

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Kleiner Hund mit lockigem Fell wird mit einer Zupfbürste gebürstet, das verteilt das Hautfett im Fell

Hausmittel bei trockener Haut: Was taugt und was schadet

Bei Hausmitteln gilt eine einfache Regel: Alles, was du auf die Haut gibst, leckt dein Hund früher oder später ab. Gut gemeinte Öle und Cremes landen also im Magen, und ein dicker Fettfilm im Fell zieht Schmutz an. Hier siehst du, was sich bewährt und wo Vorsicht angebracht ist.

Mittel Einschätzung Worauf du achtest
Luftbefeuchter oder Wasserschale Sinnvoll, setzt an der Ursache an Schale und Gerät regelmäßig reinigen
Kokosöl auf die Haut Kann laut AKC trockene, juckende Haut mit Feuchtigkeit versorgen Nur hauchdünn, erst an einer kleinen Stelle testen, Fell wird schnell fettig
Kokosöl oder andere Öle ins Futter Nicht auf eigene Faust Laut AKC drohen Gewichtszunahme und Magen-Darm-Beschwerden, vorher mit dem Tierarzt sprechen
Olivenöl auf die Haut Ähnlich wie Kokosöl ein Fettfilm im Fell Nur hauchdünn, dein Hund leckt es ab
Bad mit Haferflocken-Shampoo Kann laut PetMD den Juckreiz vorübergehend lindern Auch hier gilt: selten baden und gründlich ausspülen
Cremes und Bodylotions für Menschen Nicht geeignet Nicht für Hundehaut gemacht, Duftstoffe landen beim Ablecken im Magen
Sprays und Lotionen mit Alkohol Nicht geeignet Alkohol trocknet die Haut zusätzlich aus und brennt auf gereizten Stellen

Kokosöl ist das Hausmittel, nach dem am häufigsten gefragt wird. Der AKC-Ratgeber zu Kokosöl hält es auf der Haut für möglicherweise hilfreich, um juckender, trockener Haut Feuchtigkeit zurückzugeben. Beim Füttern warnt er dagegen vor Gewichtszunahme und Magen-Darm-Beschwerden. Vor größeren Änderungen bei Futter oder Hautpflege empfiehlt er, mit dem Tierarzt zu sprechen. In der Praxis ist Kokosöl vor allem unpraktisch. In einer Bewertung schrieb jemand über die eigene Katze mit trockener Haut: „Ich habe es sonst immer mit Kokosöl versucht, aber das war eine ziemliche Schweinerei.“

Wann du mit trockener Haut zum Tierarzt solltest

Pflege hilft, wenn die Ursache in Luft, Baden oder Shampoo liegt. Bleibt die Haut trotzdem trocken oder kommen weitere Zeichen dazu, gehört dein Hund in die Praxis. Royal Canin rät dazu, wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum schuppige Haut oder andere Hautprobleme zeigt. Zoetis nennt einen konkreten Rahmen: Bessert sich die trockene Haut nach vier bis sechs Wochen konsequenter Pflege nicht, ist der Tierarzt dran. Bei starkem Juckreiz wartest du nicht so lange. PetMD rät, dich bei deutlichem Unwohlsein, starkem Juckreiz, Rötungen oder Blutungen bei deiner Praxis zu melden. Die Ampel ordnet typische Befunde ein.

Harmlos Beobachten Zum Tierarzt
Ein paar feine Flocken im Winter, Hund sonst unauffällig Fell bleibt trotz Pflege über Wochen stumpf Krusten, Schorf oder nässende Stellen
Haut nach dem Bad kurz etwas trockener Hund kratzt sich öfter als sonst Kahle Stellen oder deutlicher Haarausfall
Leicht raue Stellen, die mit mehr Luftfeuchte besser werden Leichte Rötung an einer Stelle Starke Rötungen, offene oder blutige Stellen
Hund frisst, spielt und schläft wie immer Hund leckt häufig an Pfoten oder Bauch Unangenehmer Geruch der Haut
Haut wird wieder geschmeidig, sobald die Luft feuchter ist Einzelne Schuppen trotz seltener Bäder Starker Juckreiz oder keine Besserung nach vier bis sechs Wochen Pflege

In der Praxis schaut sich die Tierärztin die Haut genau an und nimmt bei Bedarf Proben. Die Tierärztliche Hochschule Hannover nennt zum Beispiel das Hautgeschabsel zur mikroskopischen Untersuchung auf Hefen, Hautpilze und Ektoparasiten. Wie ein Hautgeschabsel und ein Trichogramm, also eine Untersuchung der Haare unter dem Mikroskop, ablaufen, siehst du in diesem kurzen Video des Kanals „Dr. Derm erklärt“.

Ehrlich gesagt: Auch die beste Pflege hat eine Grenze. Unser Anti-Juckreiz Spray und unser Hundeshampoo Sensitiv & Juckreiz pflegen die Haut und können den Juckreiz lindern. Steckt eine Allergie, ein Parasitenbefall oder eine hormonelle Erkrankung dahinter, bleibt die Ursache aber bestehen, und die trockene Haut kommt wieder. Uns schreiben Hundehalter, die Shampoo, Spray, Kokosöl und Leckerlis gegen Juckreiz schon durchprobiert haben und nicht mehr weiterwissen. Genau dann ist die Abklärung beim Tierarzt der richtige nächste Schritt. Bei anhaltenden Hautproblemen, offenen Wunden, Verdacht auf eine Allergie oder wenn das Spray nach sieben Tagen keine Besserung bringt, frag bitte immer deinen Tierarzt. Pawlie’s unterstützt die Pflege, nicht die Diagnose. Fragen zum Futter klärst du am besten in diesem Termin, statt auf eigene Faust Ergänzungsmittel auszuprobieren.

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Häufige Fragen

01 Darf ich meinen Hund mit trockener Haut eincremen?
Ja, aber nicht mit Cremes oder Bodylotions für Menschen. Die sind nicht für Hundehaut gemacht und landen beim Ablecken im Magen. Nimm eine Pflege für Hunde, trag sie dünn auf und lenk deinen Hund ein paar Minuten ab, damit sie einziehen kann. Offene, nässende oder verkrustete Stellen zeigst du besser zuerst deinem Tierarzt.
02 Ist trockene Haut beim Hund im Winter normal?
Sie ist im Winter häufig, weil die Heizung die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen senkt und draußen Kälte und trockene Luft dazukommen. Häufig heißt aber nicht, dass du nichts tun solltest. Feuchtere Luft, seltenere Bäder und regelmäßiges Bürsten helfen meist schon. Juckt es stark oder kommen Rötungen dazu, lass das in der Praxis abklären.
03 Trockene Haut oder Milben: Wie erkenne ich den Unterschied?
Sicher unterscheiden kann das nur dein Tierarzt, zum Beispiel mit einem Hautgeschabsel unter dem Mikroskop. Trockene Haut durch Heizungsluft juckt meist mäßig und wird mit Pflege besser. Starker oder plötzlicher Juckreiz, Krusten und kahle Stellen sind dagegen ein Grund, Parasiten in der Praxis ausschließen zu lassen. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber zu Milben beim Hund.
04 Kann trockene Haut beim Hund zu Haarausfall führen?
Haarausfall kann zusammen mit trockener Haut auftreten, der American Kennel Club nennt ihn als mögliches Anzeichen. Oft steckt dann aber mehr dahinter als trockene Luft, zum Beispiel Parasiten, eine Allergie oder eine hormonelle Erkrankung. Kahle Stellen solltest du deshalb immer beim Tierarzt zeigen. Im Fellwechsel verliert dein Hund dagegen viel Fell, ohne dass kahle Stellen entstehen.
05 Welches Futter hilft bei trockener Haut?
Das Futter spielt für die Haut eine wichtige Rolle, die passende Zusammensetzung hängt aber vom einzelnen Hund ab. Besprich eine Futterumstellung deshalb mit deinem Tierarzt, vor allem wenn die trockene Haut trotz Pflege bleibt. Gib keine Öle oder Ergänzungsmittel auf eigene Faust ins Futter. Kokosöl im Futter kann laut American Kennel Club zu Gewichtszunahme und Magen-Darm-Beschwerden führen.
06 Wie lange dauert es, bis trockene Haut beim Hund besser wird?
Das hängt von der Ursache ab. Liegt es an Heizungsluft oder zu häufigem Baden, merkst du oft nach einigen Wochen mit feuchterer Luft, selteneren Bädern und regelmäßigem Bürsten einen Unterschied. Zoetis rät zum Tierarzt, wenn sich die Haut nach vier bis sechs Wochen konsequenter Pflege nicht bessert. Bei starkem Juckreiz wartest du nicht so lange.

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