Tränenflecken beim Hund entfernen ist besonders bei Rassen mit weißem Fell wie Malteser, Pudel oder Bichon Frisé ein häufiges Thema. Die rötlich-braunen Verfärbungen entstehen durch Porphyrine – eisenhaltige Abbauprodukte in der Tränenflüssigkeit, die sich im hellen Fell sichtbar ablagern. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Hausmittel wirklich gegen Tränenflecken und Fellverfärbungen helfen und wie du weißes Hundefell langfristig strahlend sauber hältst.
Auf den Punkt gebracht
- Tränenflecken entstehen durch Porphyrine in der Tränenflüssigkeit, nicht durch mangelnde Hygiene
- Hausmittel wie Essig-Wasser-Lösung, Backpulver-Paste und Zitronensaft können Verfärbungen aufhellen
- Rassen mit weißem Fell (Malteser, Pudel, Bichon Frisé) sind besonders betroffen
- Regelmäßige Augenreinigung und die richtige Ernährung beugen Tränenflecken vor
Warum entstehen Tränenflecken und Fellverfärbungen beim Hund?
Tränenflecken – auch Tränenstein genannt – sind rötlich-braune Verfärbungen, die vor allem unter den Augen auftreten. Die Ursache sind Porphyrine: eisenhaltige Farbstoffe, die als natürliches Abbauprodukt in Tränenflüssigkeit, Speichel und Urin vorkommen. Bei Hunden mit hellem oder weißem Fell werden diese Verfärbungen besonders sichtbar.
Die häufigsten Ursachen für vermehrte Tränenbildung und damit Tränenflecken:
- Genetische Veranlagung: Kurzköpfige Rassen (Malteser, Shih Tzu, Pudel) haben oft verengte Tränenkanäle
- Augenreizungen: Wind, Staub, Allergien oder einwachsende Wimpern
- Ernährung: Futter mit künstlichen Farbstoffen oder minderwertigen Inhaltsstoffen kann die Porphyrin-Produktion verstärken
- Feuchtigkeit: Ständig feuchtes Fell um die Augen fördert Hefepilzwachstum, das rötliche Verfärbungen verstärkt
Wichtig: Wenn die Tränenflecken plötzlich auftreten oder von Rötungen, Schwellungen oder Ausfluss begleitet werden, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Dies kann auf eine Augeninfektion oder ein anderes gesundheitliches Problem hinweisen.
Welche Hausmittel helfen gegen Tränenflecken beim Hund?
Bevor du ein Hausmittel anwendest: Teste es immer zuerst an einer unauffälligen Stelle und vermeide direkten Kontakt mit den Augen. Die Hundehaut ist empfindlicher als unsere – behandle nur die verfärbte Fellstelle.
Essig-Wasser-Lösung
Vermische einen Teil Essig mit drei Teilen Wasser. Tauche ein weiches Tuch oder Wattepad in die Lösung und tupfe die betroffene Stelle vorsichtig ab. Die Essigsäure hilft, die Porphyrin-Ablagerungen aufzulösen. Wiederhole die Anwendung täglich, bis die Verfärbung nachlässt.
Backpulver-Paste
Mische Backpulver mit etwas Wasser zu einer dicken Paste. Trage sie auf die verfärbte Stelle auf, lasse sie 15 Minuten einwirken und wische sie mit einem feuchten Tuch ab. Backpulver hat eine leicht aufhellende Wirkung und absorbiert Gerüche.
Zitronensaft-Lösung
Vermische einen Teil Zitronensaft mit drei Teilen Wasser und tupfe die verfärbte Stelle damit ab. Die Zitronensäure wirkt aufhellend. Achtung: Nicht bei offenen oder gereizten Hautstellen verwenden.
Kokosöl
Kokosöl kann helfen, die verfärbten Stellen weicher zu machen und Verkrustungen zu lösen. Trage eine kleine Menge auf die betroffene Stelle auf und lasse es einige Minuten einwirken. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen. Kokosöl hat zudem antibakterielle Eigenschaften.
Die folgende Tabelle zeigt alle Hausmittel gegen Tränenflecken im Überblick:
| Hausmittel | Anwendung | Wirkung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Essig-Wasser (1:3) | Täglich abtupfen | Löst Porphyrin-Ablagerungen | Nicht in Augennähe |
| Backpulver-Paste | 15 Min. einwirken lassen | Aufhellend, absorbierend | Gut ausspülen |
| Zitronensaft (1:3) | Abtupfen | Aufhellend durch Zitronensäure | Nicht bei gereizter Haut |
| Kokosöl | Einmassieren, abwischen | Löst Verkrustungen, antibakteriell | Sparsam dosieren |
Wichtig: Hausmittel können bestehende Verfärbungen aufhellen, beseitigen aber nicht die Ursache. Für langfristige Ergebnisse ist regelmäßige Augenreinigung und die richtige Pflege entscheidend.
Rote und braune Fellverfärbungen entfernen
Nicht nur Tränenflecken, auch andere Fellverfärbungen können bei weißen Hunden auftreten:
- Rötliche Verfärbungen: Werden meist durch Porphyrine oder Hefepilze verursacht. Besonders häufig um Augen, Maul und Pfoten. Eine Essig-Wasser-Lösung oder ein spezielles Hundeshampoo für weißes Fell kann helfen.
- Braune Verfärbungen: Entstehen oft durch Schmutz, der sich in feinem Fell festsetzt. Eine Backpulver-Paste oder Zitronensaft-Lösung kann die Flecken aufhellen.
- Gelbliche Verfärbungen: Häufig durch Urin verursacht, besonders an Bauch und Hinterläufen. Wische deinen Hund direkt nach dem Urinieren mit einem feuchten Tuch ab und verwende bei Bedarf ein mildes Waschmittel gegen Tiergerüche.
Tränenflecken bei Malteser, Pudel und Bichon Frisé
Bestimmte Rassen mit weißem Fell sind besonders anfällig für Tränenflecken. Der Grund: Viele dieser Rassen haben von Natur aus engere Tränenkanäle, wodurch die Tränenflüssigkeit nicht vollständig über den Tränenkanal abfließen kann und stattdessen über das Fell läuft.
- Malteser: Besonders häufig betroffen. Das lange, seidige Fell saugt Tränenflüssigkeit auf und verfärbt sich schnell. Tägliches Abtupfen der Augenpartie ist bei Maltesern besonders wichtig.
- Pudel: Vor allem weiße und helle Pudel zeigen sichtbare Tränenflecken. Regelmäßiges Trimmen des Fells um die Augen hilft, Verfärbungen zu reduzieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Pudel Fellpflege.
- Bichon Frisé: Laut dem Bichon Frise Club of America ist das regelmäßige Sauberhalten des Gesichts die wichtigste Maßnahme gegen Tränenflecken bei dieser Rasse.
Wie kann ich Tränenflecken und Fellverfärbungen vorbeugen?
Augen täglich reinigen
Die effektivste Vorbeugung gegen Tränenflecken: Wische die Augenpartie deines Hundes täglich mit einem weichen, feuchten Tuch ab. So verhinderst du, dass sich Porphyrine im Fell festsetzen und oxidieren. Verwende für jedes Auge eine frische Stelle des Tuchs, um keine Bakterien zu übertragen.
Regelmäßig bürsten
Bürste das Fell mindestens einmal täglich gründlich durch. So entfernst du Schmutz, abgestorbene Haare und Verknotungen, bevor sie sich als Verfärbungen festsetzen. Besonders wichtig bei langhaarigen Rassen. Allgemeine Tipps findest du in unserem Ratgeber zur Fellpflege beim Hund.
Pfoten sauber halten
Rötliche Pfotenverfärbungen entstehen häufig durch Abschlecken (Speichel enthält ebenfalls Porphyrine), Schmutz oder Feuchtigkeit. Wasche die Pfoten nach Spaziergängen mit lauwarmem Wasser ab, trockne sie gut und halte das Fell zwischen den Zehen kurz gestutzt.
Ernährung anpassen
Eine ausgewogene Ernährung kann Fellverfärbungen reduzieren. Hochwertiges Futter ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe, mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren, trägt zu gesundem, glänzendem Fell bei. Manche Hundebesitzer berichten von einer Verbesserung nach dem Umstieg auf getreidefreies Futter.
Das richtige Shampoo verwenden
Regelmäßiges Baden mit einem speziellen Hundeshampoo für weißes Fell kann helfen, Verfärbungen zu entfernen und das Fell strahlend weiß zu halten. Achte auf milde Produkte ohne aggressive Chemikalien, damit die empfindliche Hundehaut nicht gereizt wird.

Das sagen unsere Kunden
So erleben Hundebesitzer das Pawlie’s Hundeshampoo für weißes Fell:
“Riecht sehr fein, hält was es verspricht. Das Fell ist weich und weiß.”
– PinkPoint, verifizierte Käuferin
“Das Shampoo ist mega ergiebig. Man braucht echt nur einen kleinen Klecks davon und der Hund ist am Ende strahlend weiß. Ich kaufe das jetzt immer.”
– Mandy W., verifizierte Käuferin
“Das Fell ist so weich wie nie.”
– Petra, verifizierte Käuferin
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Fazit
Tränenflecken und Fellverfärbungen bei weißem Hundefell sind ein kosmetisches Problem, das sich mit den richtigen Hausmitteln und regelmäßiger Pflege gut in den Griff bekommen lässt. Essig-Wasser-Lösung, Backpulver und Zitronensaft können bestehende Verfärbungen aufhellen. Für langfristig weißes Fell ist die Kombination aus täglicher Augenreinigung, der richtigen Ernährung und einem milden Shampoo für weißes Fell am effektivsten.
Wenn Tränenflecken plötzlich auftreten oder sich verschlimmern, sollte ein Tierarztbesuch der erste Schritt sein, um gesundheitliche Ursachen auszuschließen.